Der Begriff Bourgeois

Der Begriff Bourgeois

Der Begriff „Bourgeois“ geht auf das Mittelalter zurück, als sich große Händler in der Handelsstadt Bordeaux (frz. „Bourg de Bordeaux“) niederließen. Vom Mittelalter bis zur Französischen Revolution war das Bürgertum, die sog. Bourgeoisie, im politischen und wirtschaftlichen Leben der Städte omnipräsent und verstand es, bei jedem Machtwechsel ihre zahlreichen Privilegien zu bewahren, insbesondere ihre Steuererleichterungen. Da das Bürgertum von den hohen auf Wein erhobenen Steuern befreit war, investierte es schon bald in Grund und Boden und gründete große Weingüter. Das Jahr 1789 und die Französische Revolution markierten dann das Ende der Privilegien für das Bürgertum. Dank der vorausgegangenen zahlreichen Jahre prosperierenden Handels konnten die Bourgeois jedoch ihre Rolle als „Pioniere des Weins“ weiterführen. Die Bourgeoisie erwarb als wohlhabende gesellschaftliche Schicht die besten Grundbesitztümer und konnte auf die jeweils besten Produktionsverfahren zurückgreifen. Mithilfe modernster Weinbau- und Weinbereitungstechniken erzeugte das Bürgertum nun Weine von hervorragender Qualität und dehnte seine Weingüter immer weiter aus, bis sie schließlich zu den berühmten Weinbergen wurden, die schließlich die großen „Crus Bourgeois“ hervorbrachten.