Das Rhônetal – Heimat großer Rotweine!

Das Rhônetal – Heimat großer Rotweine!

Der französische Wein gilt weltweit als etwas ganz Außergewöhnliche und als Ausdruck kulturelle Vollkommenheit. Hauptsächlich hängt der Preis jedoch mit der Qualität der Traube und der Arbeitsweise des Erzeugers zusammen. Ein guter Wein zeichnet sich durch einen höheren Anteil an Handarbeit in den Weinbergen über das ganze Jahr aus. All diese Kosten finden sich im Flaschenpreis wieder.

Einerseits: Die einst gerühmte Region war jahrelang bei Weinfreaks verpönt: zu viel Massenware, zuwenig Substanz. Andererseits: Die sensationellsten Rotweine der Welt kommen aus dem Rhonetal, schreibt der renommierte Weinkritiker Robert M. Parker jr.

Was denn nun? Es hat sich Entscheidendes getan: Der Rebenwuchs wird rigoros zurückgeschnitten, die Kellertechnik verbessert. Und schon ergeben sich prächtige Weine im günstigen Preis-Leistungs-Verhältnis.

Der König des Rhônetals ist jedoch der Chateauneuf-du-Pape in der Südregion. Im 14. Jahrhundert war hier der Sommersitz der Päpste. Jetzt werden auf rund 3300 Hektar der Gemarkung 13 Rebsorten gepflanzt, die einen bisweilen gewaltigen, schwarzfarbenen Rotwein ergeben. Die anderen großen Roten des Südens: Côtes du Rhone, Gigondas und Vacqueyras.

Die drei bekanntesten Rebsorten sind Grenache, Mourvedre und Syrah.

Grenache zeichnet sich durch seine helle Farbe und das kräftige Aroma aus und gehört zu den Qualitätsrebsorten im Süden Frankreichs. Da er relativ anfällig gegenüber bekannten Erkrankungen ist, kommt ihm das windige Klima im Rhônetal und im Languedoc zu Gute. Viele bekannte Rotweine werden aus der Kombination mit Grenache zusammengefügt. Grenache gilt als der perfekte Assemblagepartner für den Syrah. Der Grenache bildet farbintensive Weine, mit einem Aroma von roten Früchten, Pflaumen und Gewürzen. Handelt es sich um einen älteren Grenache, wird man wohl den Geschmack von Tabak, Schokolade und Mokka vorfinden.

Der Syrah auch in der Form Shiraz, nach seinem sagenhaften Ursprungsort im Iran benannt, bekannt, kommt in zwei verschiedenen Sorten auf den Tisch. Zum einen in Gestalt der typischen, einfachen Landweine des Südens (Midi), an dessen sonnenverwöhnten Hängen diese kleinbeerige Traube wächst. Zum Anderen ist er aber auch gern gesehener Bestandteil von hochwertigen französischen Rotweinen.